Unterabschnitte
Als chemische Wellen bezeichnet man die sich unter gewissen Umständen in chemischen
Systemen
ausbildenden Reaktionsfronten.
Damit es zur Ausbildung chemischer Wellen kommen kann, muß das System einige Bedingungen erfüllen:
- Reaktionsfähiges chemisches System (fern vom Thermodynamischen Gleichgewicht)
- Ohne Anregung muß das System in einem metastabilen Zustand bleiben
- Durch punktuelle Störung des Systems läuft ,,oszillierende`` Reaktion, diese bleibt jedoch nach einer Periode stehen
- Es kommt zur Ausbreitung einer Reaktionsfront um die Störstelle, die Ausbreitung der
Reaktionsfront erfolgt durch Diffusion entstehender Produkte (z.B. eines Katalysators)
- Nach Ablauf einer Erholungsphase ist die Erzeugung neuer Wellen möglich. Während
der Erholungsphase werden einige der Produkte wieder abgebaut (z.B. der Katalysator).
Ausgangspunkt chemischer Wellen sind sogenannten Schrittmacherzentren. Diese können z.B. Störstellen
der Gefäßwand sein, oder absichtlich erzeugte Inhomogenitäten (Kristall eines Katalysators
o.ä.).
Abbildung 7:
Chemische Wellen in der BZ-Reaktion (s.u.)
Zum vorigen Kapitel - Zum Inhalt - Zum nächsten Kapitel
Homepage von Bernd Schäfer